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Wie formatiert man ein Solid-State-Laufwerk (SSD) unter Windows?

by DEACEMAGIC 29 Jan 2026

Wenn die SSD bereits einen Laufwerksbuchstaben hat (z. B. D: oder E:), formatieren Sie sie im Datei-Explorer. Hat sie keinen Laufwerksbuchstaben und wird als Nicht initialisiert oder Nicht zugeordnet angezeigt, nutzen Sie die Datenträgerverwaltung, um sie zu initialisieren (GPT) und ein neues Volume zu erstellen, anschließend schnell zu formatieren. Wenn Sie das Windows-Systemlaufwerk löschen möchten, um Windows neu zu installieren, erledigen Sie das in Windows-Setup über ein Installationsmedium.

Schnellstart: Wählen Sie Ihren Ausgangspunkt

A) Sie sehen in „Dieser PC“ einen Laufwerksbuchstaben (z. B. D: oder E:)

Gehen Sie zur Methode Datei-Explorer. Das ist der schnellste Weg.

B) Die SSD hat keinen Laufwerksbuchstaben oder in der Datenträgerverwaltung steht „Nicht initialisiert“, „Nicht zugeordnet“ oder „Offline“

Gehen Sie zur Methode Datenträgerverwaltung. Neue SSDs landen häufig genau hier.

C) Sie möchten das Windows-Systemlaufwerk formatieren, um Windows neu zu installieren

Gehen Sie zur Methode Neuinstallation (Clean Install). Das geht nicht aus einem laufenden Windows heraus.

Bevor Sie auf „Formatieren“ klicken

Stellen Sie sicher, dass Sie wirklich das richtige Laufwerk ausgewählt haben

Nehmen Sie sich 10 Sekunden Zeit und prüfen Sie Kapazität, Anschlussart (intern NVMe/SATA vs. extern USB) sowie die Datenträgernummer in der Datenträgerverwaltung (Datenträger 0/1/2). Passt auch nur ein Detail nicht, stoppen Sie und prüfen Sie erneut, bevor Sie irgendetwas formatieren.

Schnellformatierung ist meistens die beste Wahl

Für ein normales „Alles neu“ ist Schnellformatierung die Standardeinstellung, die die meisten beibehalten sollten. Sie ist schnell und für SSDs üblich. Eine Vollformatierung dauert deutlich länger und ist nur selten sinnvoll (z. B. für spezielle Fehlersuche).

Das passende Dateisystem wählen

Für Windows-PCs gilt: halten Sie es einfach.

  • NTFS: für interne SSDs oder Datenlaufwerke, die nur unter Windows genutzt werden.
  • exFAT: nur dann, wenn Sie wirklich breite Kompatibilität mit Nicht-Windows-Geräten brauchen.

Wenn Sie unsicher sind: NTFS wählen.

SSD im Datei-Explorer formatieren

Verwenden Sie diese Methode, wenn die SSD bereits einen Laufwerksbuchstaben hat.

  1. Öffnen Sie den Datei-Explorer und klicken Sie auf Dieser PC.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den SSD-Laufwerksbuchstaben (z. B. D:), dann auf Formatieren…
  3. Stellen Sie Dateisystem auf NTFS (oder exFAT, wenn Sie es wirklich benötigen).
  4. Setzen Sie Zuordnungseinheitengröße auf Standard.
  5. Lassen Sie Schnellformatierung aktiviert.
  6. Klicken Sie auf Starten und bestätigen Sie.

Wenn die Option Formatieren nicht erscheint oder Windows meldet, dass der Datenträger formatiert werden muss, der Vorgang aber scheitert, wechseln Sie zur Methode Datenträgerverwaltung unten.

Neue SSD in der Datenträgerverwaltung initialisieren und formatieren

Nutzen Sie diese Methode, wenn die SSD keinen Laufwerksbuchstaben hat und als Nicht zugeordnet, Nicht initialisiert oder Offline angezeigt wird.

Schritt 1: Datenträgerverwaltung öffnen

Drücken Sie Win + X und wählen Sie Datenträgerverwaltung.

Schritt 2: Falls der Datenträger „Offline“ ist, online schalten

  1. Suchen Sie im unteren Bereich Ihre SSD (z. B. Datenträger 1).
  2. Steht dort Offline, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf das Datenträger-Label und wählen Online.

Schritt 3: Datenträger initialisieren (GPT empfohlen)

  1. Wenn ein Pop-up zum Initialisieren erscheint, wählen Sie die SSD aus.
  2. Wählen Sie als Partitionsstil GPT.
  3. Klicken Sie auf OK.

Falls kein Pop-up erscheint, aber der Datenträger als Nicht initialisiert markiert ist: Rechtsklick auf das Datenträger-Label → Datenträger initialisieren.

Schritt 4: Volume erstellen und formatieren

  1. Rechtsklick auf den Bereich Nicht zugeordnet auf der SSD.
  2. Neues einfaches Volume… anklicken.
  3. Weiter.
  4. Volumegröße: Standard belassen (gesamte Größe nutzen), dann Weiter.
  5. Laufwerksbuchstaben zuweisen, dann Weiter.
  6. Dateisystem: NTFS wählen (oder exFAT nur bei Bedarf).
  7. Zuordnungseinheitengröße: Standard wählen.
  8. Schnellformatierung durchführen aktivieren.
  9. WeiterFertig stellen.

Nach Abschluss sollte die SSD in Dieser PC mit einem Laufwerksbuchstaben auftauchen.

Wenn sich die SSD nicht initialisieren lässt

Wenn die Datenträgerverwaltung das Initialisieren verweigert, prüfen Sie zuerst die Basics: SSD neu einsetzen, anderen Port oder ein anderes Kabel probieren (bei externen Laufwerken) und sicherstellen, dass die SSD im BIOS oder im Geräte-Manager erkannt wird. Wird sie erkannt, hängt aber in einem „kaputten“ Zustand fest, bleibt als letzter Ausweg die diskpart-Methode im Abschnitt Erweitert.

System-SSD während einer Neuinstallation formatieren (Clean Install)

Wenn Ihr Ziel ist, das Windows-Laufwerk zu löschen und Windows neu zu installieren, machen Sie das im Windows-Setup.

Schritt 1: Windows-Installationsmedium erstellen

Nutzen Sie an einem funktionierenden PC das Microsoft-Tool für Installationsmedien, um einen bootfähigen USB-Stick zu erstellen.

Schritt 2: Vom USB-Stick booten und Partitionen löschen

  1. Starten Sie den Ziel-PC vom Windows-USB-Stick.
  2. Wählen Sie im Windows-Setup Benutzerdefiniert: Nur Windows installieren (erweitert).
  3. Suchen Sie im Bildschirm mit Laufwerken/Partitionen die System-SSD (häufig Laufwerk 0).
  4. Markieren Sie jede Partition auf diesem Systemlaufwerk und klicken Sie auf Löschen, bis nur noch Nicht zugeordneter Speicherplatz übrig ist.
  5. Markieren Sie den Nicht zugeordneten Speicherplatz und klicken Sie auf Weiter.

Windows erstellt die benötigten Partitionen automatisch.

Sicherheitshinweis: Wenn mehrere Laufwerke im PC stecken, prüfen Sie vor jedem Klick auf Löschen doppelt, dass Sie wirklich das richtige Laufwerk erwischt haben.

Fehlerbehebung

Die SSD wird in der Datenträgerverwaltung angezeigt, aber nicht in „Dieser PC“

Sehr wahrscheinlich gibt es kein Volume oder keinen Laufwerksbuchstaben. Stellen Sie in der Datenträgerverwaltung sicher, dass Sie ein Neues einfaches Volume erstellt und einen Laufwerksbuchstaben vergeben haben.

Datenträger ist „Online“, aber trotzdem nicht nutzbar

Achten Sie auf ein RAW-Dateisystem oder einen nicht zugeordneten Bereich. Erstellen Sie das Volume anhand der Schritte in der Datenträgerverwaltung neu.

Windows meldet „Schreibgeschützt“

Oft ist das ein Datenträger-Attribut oder ein Problem mit dem Gehäuse/Adapter. Probieren Sie zuerst einen anderen USB-Port oder ein anderes Kabel. Bleibt es bestehen, nutzen Sie im Abschnitt Erweitert die diskpart-Schritte, um „read-only“ zu prüfen und zu entfernen.

Formatierung bricht sofort ab

Schließen Sie Programme, die eventuell auf das Laufwerk zugreifen. Wenn es weiter fehlschlägt: Volume löschen und in der Datenträgerverwaltung neu erstellen.

Kapazität wirkt falsch

Möglicherweise sehen Sie nur eine einzelne Partition. Die Datenträgerverwaltung zeigt die gesamte Aufteilung. Volumes nur dann löschen und neu erstellen, wenn Sie sicher sind, dass Sie die Daten nicht benötigen.

Erweitert: diskpart-Methode 

Nutzen Sie das nur, wenn die Datenträgerverwaltung den Datenträgerzustand nicht reparieren kann. Dabei werden Partitionen auf dem ausgewählten Datenträger entfernt. Wenn Sie den falschen Datenträger wählen, löschen Sie das falsche Laufwerk.

  1. Öffnen Sie Eingabeaufforderung (Admin) oder Windows Terminal (Admin).
  2. Geben Sie Folgendes ein:

diskpart

list disk

  1. Identifizieren Sie Ihre SSD anhand ihrer Größe und wählen Sie sie dann aus: select disk X
  1. Überprüfen Sie noch einmal, ob Sie die richtige Festplatte ausgewählt haben: detail disk
  1. Partitionsinformationen entfernen: clean
  1. Erstellen Sie eine neue Partition und formatieren Sie sie:

create partition primary

format fs=ntfs quick

assign

exit Wenn Sie stattdessen exFAT benötigen: format fs=exfat quick

FAQ

Welche Zuordnungseinheitengröße sollte ich verwenden?

Für die meisten ist beim Formatieren einer SSD Standard die beste Wahl (bei NTFS oft 4096 Bytes). Das ist ein guter Allround-Kompromiss für Windows und verhindert unnötige Platzverschwendung bei vielen kleinen Dateien. Eine größere Einheit lohnt sich nur bei sehr speziellen Workloads mit überwiegend sehr großen Dateien – und wenn Sie die Auswirkungen wirklich kennen. Praxis-Tipp: Wenn Sie nicht genau wissen, warum Sie es ändern sollten, lassen Sie es auf Standard.

GPT oder MBR beim Initialisieren – was ist richtig?

Auf modernen Windows-PCs ist GPT die richtige Standardwahl, wenn Sie eine SSD nach dem Einbau formatieren. GPT passt am besten zu UEFI-Systemen, unterstützt große Laufwerke und bietet mehr Flexibilität bei Partitionen. MBR ist vor allem für ältere Hardware oder Legacy-Boot-Szenarien relevant. Wenn Sie Windows 11 auf einem modernen PC neu installieren, ist GPT die sichere Wahl. Praxis-Tipp: Falls Sie aus Versehen MBR gewählt haben, können Sie das in der Regel korrigieren, indem Sie den Datenträger im Setup komplett löschen und als GPT neu initialisieren.

Warum wird meine SSD in der Datenträgerverwaltung als RAW angezeigt?

RAW bedeutet meist, dass Windows auf dieser Partition kein lesbares Dateisystem erkennt – Sie können sie erst wieder normal nutzen, wenn Sie das Volume reparieren oder neu erstellen. Wenn Sie die Dateien benötigen, stoppen Sie und versuchen Sie zuerst eine Datenrettung; das Formatieren aus einem RAW-Zustand entfernt normalerweise das, was von der Struktur noch übrig ist. Wenn Sie die Daten nicht brauchen, ist der schnellste Weg oft: Volume löschen, neues Volume erstellen – oder als letzter Ausweg diskpart. Praxis-Tipp: Wenn RAW plötzlich auf einem zuvor funktionierenden Laufwerk erscheint, prüfen Sie zuerst Kabel/Gehäuse und testen Sie an einem anderen PC, bevor Sie etwas löschen.

Die Option „Formatieren“ ist in der Datenträgerverwaltung ausgegraut – was bedeutet das?

Wenn Formatieren ausgegraut ist, haben Sie meistens nicht auf ein gültiges Volume geklickt (sondern auf das Datenträger-Label), die Partition ist in einem Zustand, den Windows nicht formatiert, oder es handelt sich um eine geschützte/spezielle Partition. Um eine SSD in so einem Fall zu formatieren, müssen Sie typischerweise den Datenträger online schalten, das problematische Volume löschen (falls möglich), dann ein neues einfaches Volume erstellen und formatieren. Bei System- oder Wiederherstellungspartitionen blockiert Windows das Formatieren oft absichtlich. Praxis-Tipp: Klicken Sie immer auf den Block, der das Volume darstellt (das Rechteck), nicht auf „Datenträger 1/Datenträger 2“.

„Windows konnte die Formatierung nicht abschließen.“ – was kann ich tun?

Diese Meldung deutet meist auf eines von drei Problemen hin: beschädigtes Volume, Schreibschutz oder Verbindungsproblem (bei externen Gehäusen häufig). Wenn der Datei-Explorer scheitert, versuchen Sie die Datenträgerverwaltung: Volume löschen, neu erstellen, dann mit Schnellformatierung formatieren. Wenn das ebenfalls scheitert, ist diskpart (clean → create partition → format) der zuverlässigste letzte Schritt – löscht aber die Datenträgerstruktur komplett. Praxis-Tipp: Bei externen SSDs zuerst Kabel/USB-Port wechseln, bevor Sie von einem Defekt ausgehen.

Verringert Formatieren die Lebensdauer einer SSD?

Eine Schnellformatierung schreibt nur sehr wenig – gelegentliches Formatieren ist für die meisten in der Praxis kein Thema. Eine Vollformatierung kann deutlich mehr Arbeit bedeuten und über das Laufwerk schreiben, ist daher langsamer und in der Regel unnötig, außer Sie haben einen konkreten Grund. Im Alltag ist Schnellformatierung bei SSDs der Standard. Praxis-Tipp: Wenn Ihr Ziel „neu anfangen“ ist, reicht Schnellformatierung fast immer.

Reicht Formatieren aus, um eine SSD vor dem Verkauf sicher zu löschen?

Nein. Formatieren setzt vor allem Dateisystemstrukturen zurück, garantiert aber nicht, dass Daten nicht wiederhergestellt werden können. Für sichere Weitergabe nutzen Sie das Secure Erase/Sanitize-Tool des SSD-Herstellers oder ein vertrauenswürdiges Laufwerks-Tool, das speziell für SSDs gedacht ist – danach können Sie die SSD erneut formatieren, damit sie für den nächsten Besitzer nutzbar ist. Praxis-Tipp: „Secure Erase“ ist eine andere Aufgabe als „Formatieren“ – nur machen, wenn Sie wirklich eine endgültige Datenlöschung brauchen.

Quellen zur Verifikation

  • Microsoft Support: Datenträgerverwaltung in Windows
  • Microsoft Learn: Neue Datenträger initialisieren (Datenträgerverwaltung)
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